Planung des digitalen Nachlasses
So erstellen Sie einen digitalen Nachlassplan
Praktische Anleitung, um Konten, digitale Werte und Vertrauenspersonen zu ordnen, bevor etwas schiefläuft.

Jonas Borchgrevink
Gründer von Fort Legacy
Aktualisiert: 2026-04-02
Ein digitaler Nachlassplan gibt Angehörigen eine nutzbare Karte Ihres digitalen Lebens. Er erklärt, welche Konten existieren, was damit geschehen soll und wer welche Aufgabe übernehmen soll.
Das ist besonders wichtig, wenn Angehörige älter, belastet oder technisch wenig erfahren sind. Ein klarer Plan ersetzt Rätselraten durch konkrete nächste Schritte.
Schnellstart
Ein guter Plan muss nicht kompliziert sein, aber er muss die praktischen Fragen der Familie beantworten.
- Listen Sie wichtige Konten, Geräte, Abos und digitale Werte auf.
- Dokumentieren Sie, wo sichere Zugänge liegen, einschließlich Passwortmanager, Backup-Codes und Passkey-Informationen.
- Schreiben Sie auf, was bewahrt, gelöscht, geprüft oder als Gedenkprofil erhalten werden soll.
- Benennen Sie die Menschen, die koordinieren, unterstützen oder Unterlagen erhalten sollen.
- Prüfen Sie den Plan nach Änderungen an Telefonnummer, E-Mail, Sicherheitseinstellungen oder Familienkontakten erneut.
Was dieser Plan ist, und was er nicht ist
Ein digitaler Nachlassplan ist nicht bloß eine Passwortliste. Er ist ein Entscheidungsdokument darüber, was ein Konto ist, warum es wichtig ist und was Angehörige zuerst wissen müssen.
Er ersetzt auch keine rechtliche Beratung. Vielmehr ergänzt er Testament, Vollmachten und Nachlassunterlagen mit praktischen Informationen, die im Alltag fehlen würden.
Beginnen Sie mit den Konten, die alles andere steuern
Die meisten Familien sollten mit Haupt-E-Mail, Telefonnummer, Passwortmanager, Cloudspeicher und den Geräten beginnen, die Anmeldungen bestätigen. Wenn diese Elemente nicht dokumentiert sind, stockt alles andere.
Darum sollten Sie festhalten, welche Konten von Zwei-Faktor-Authentifizierung, einer Passkey oder bestimmten Geräten abhängen. Auch Was passiert mit einer Telefonnummer, wenn jemand stirbt? und So erhalten Sie Zugriff auf die Online-Konten einer verstorbenen Person zeigen, wie schnell diese Abhängigkeiten später entscheidend werden.
Erstellen Sie ein Verzeichnis, das andere schnell verstehen
Ein gutes Verzeichnis ist einfach und lesbar. Es sollte mindestens diese Gruppen abdecken:
- E-Mail- und Nachrichtendienste, die Wiederherstellung, Rechnungen oder Familienkommunikation steuern
- Finanzkonten, Zahlungsdienste und wiederkehrende Abonnements
- Cloudspeicher, Fotos, Backups und wichtige Familien- oder Geschäftsdokumente
- Soziale Profile, bei denen über Bewahrung, Gedenkstatus oder Löschung entschieden werden muss
- Geräte, Authenticator-Apps, Sicherheitsschlüssel und Backup-Geräte
Schreiben Sie Entscheidungen pro Konto auf
Angehörige kommen besser voran, wenn der Plan nicht nur Kategorien nennt, sondern pro wichtigem Konto eine klare Richtung vorgibt.
| Entscheidung | Was im Plan stehen sollte | Beispiele |
|---|---|---|
| Zuerst bewahren | Beschreiben Sie, welche Dateien, Nachrichten oder Nachweise vor jeder Schließung gesichert werden müssen | Fotos, Familienunterlagen, Steuerdaten, Kaufbelege |
| Vor der Schließung prüfen | Notieren Sie, warum das Konto noch wichtig ist und was vorher überprüft werden muss | E-Mail, Banking, Cloudspeicher, Abos |
| Als Erinnerung erhalten | Halten Sie fest, ob ein Profil als Gedenkraum bestehen bleiben soll und wer das veranlasst | Facebook- und Instagram-Profile |
| Aus Datenschutzgründen löschen | Markieren Sie Konten, die nach Sicherung aller Abhängigkeiten entfernt werden sollen | Alte Shopping-Konten, ungenutzte Apps, Nebenprofile |
Benennen Sie Menschen und Rollen klar
Benennen Sie konkrete Personen, nicht nur Gruppen. Eine Person kann koordinieren, was viele als digitaler Nachlassverwalter bezeichnen. Eine andere Person kann Dokumente erhalten oder technische Hilfe leisten.
Halten Sie auch fest, wer bereits rechtliche Befugnisse hat und wer nur praktisch unterstützt. Wenn möglich, benennen Sie eine Ersatzperson, falls Wissen oder Zugang sonst an einer einzigen Person hängen würde.
Verbinden Sie den Plan mit Ihren Unterlagen und überprüfen Sie ihn regelmäßig
Der Plan sollte zeigen, wo Testament, Vollmachten und andere Nachlassunterlagen liegen. Er sollte diese Dokumente nicht ersetzen, sondern die praktische Arbeit darum herum erleichtern.
Prüfen Sie den Plan mindestens einmal im Jahr und immer dann, wenn sich Haupt-E-Mail, Telefonnummer, Passwortmanager, Passkey-Nutzung oder Familienrollen ändern.
Klarheit ist das Ziel
Ein guter Plan ist nicht der technisch komplexeste. Er ist der, den andere Menschen unter Stress tatsächlich benutzen können.
Wenn Sie zusätzlich wissen möchten, was Familien später oft praktisch bewältigen müssen, lesen Sie Tun Sie dies zuerst, wenn ein geliebter Mensch stirbt: digitale Konten verwalten und So sichern Sie die Online-Bank- und Abo-Konten eines Angehörigen. Wenn Sie begleitete Hilfe wünschen, erklärt Digital Estate Care den Unterstützungsweg von Fort Legacy.
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